3. Albstädter Jazznacht
Für gute Musik in Albstadt. Soziale Verantwortung bedeutet für Gute Aussicht vor allem lokales Engagement. Deshalb freuen wir uns, gemeinsam mit anderen Unternehmen aus der Region und dem Kulturamt Albstadt die dritte Albstädter Jazznacht am 11. September 2010 realisieren zu können, die ohne Sponsoren nicht möglich wäre. Wir freuen uns auch darüber, dass wir wieder den visuellen Auftritt dieses Events übernehmen dürfen. Und am meisten freuen wir uns auf feinste Musik von Max Herre, der Blassportgruppe Südwest und Südlich von Stuttgart.
Max Herre mit Band
„Es ist nicht das, was man sagt, es zählt, was man dabei fühlt“, heißt es in einem der neuen Lieder von Max Herre. Dass es nicht schaden kann, wenn man seinen Gefühlen auch eine durchdringende Lyrik, die ideale Stimme und einen berührenden Sound gibt, ist auch klar.
„Ein Geschenkter Tag“ ist der beste Beweis. Das zweite Album des zum Sänger und Songschreiber erwachsenen Freundeskreis-Frontmanns Max Herre beschreibt seine künstlerische und menschliche Entwicklung in poetischen Episoden, die so persönlich wie allgemein gültig sind.Direkt, echt, leidenschaftlich und verdammt gut singt Max Herre ungeschmückte Lieder aus dem Leben, die mit Stift, Papier und Gitarre innerhalb der letzten zwei Jahre entstanden sind.
„Der Tag ist kühl, ich bin klar, alles da und endlich nehm’ ich’s wahr“ singt er auf seinem neuen Album. Das wirkt wie ein Motto, wie eine einfache, aber grundlegende Erkenntnis – es klingt schlicht nach dem Prinzip „Hoffnung“, das sich seit nunmehr weit über einer Dekade wie ein roter Faden durch Max Herres Schaffen zieht. Die Musik transportiert dieses Gefühl, ganz natürlich und selbstverständlich.
Das akustisch gehaltene, sehr homogene Album ist ein logischer Schritt in der Laufbahn eines Musikers und Texters, der seine Stimme wie kaum ein Zweiter in seiner Generation nutzt, um Geschichten zu erzählen – manchmal sozialkritisch, immer persönlich. Schon als 12-Jähriger hat sich Max Herre an der Gitarre versucht und erste kleine Songs geschrieben.Dann kamen Reggae und Soul und später Hip Hop und deren faszinierende Interpretationen von „A-N-N-A“ über „Leg Dein Ohr Auf Die Schiene Der Geschichte“ bis „1ste Liebe“ von seinem Solodebüt „Max Herre“, das ihn im Jahr 2004 auf Platz 1 der Albumcharts brachte. Ziemlich gegen Ende dieses Albums fand sich das Lied „Alter Weg“, ein nur mit Gitarre und Kontrabass instrumentierter Folksong, der die neue Richtung stilistisch vorankündigte.

Fast fünf Jahre später kam der kühle Tag, an dem Max Herre alles klar war. „Es war ein langer Prozess. Aber letztlich habe ich mich auf das besonnen, worauf sich für mich alles runterbrechen lässt, auf das, was ich letztlich schon immer gemacht habe: Ehrliche Texte und Musik“, sagt Max Herre.„Dazu gehörte dieses Mal aber auch Überwindung. Ich musste mich erstmal trauen, das, was ich wirklich empfand, in meiner Musik zuzulassen. Ich musste eine Sprache finden, die meine Emotionen transportiert, ohne mein Privatleben zur Schau zu stellen. Und schließlich musste ich mich trauen, die Gitarre wieder in die Hand zu nehmen. Mir wurde klar, dass ich das, was ich zu erzählen habe, am besten mit Gesang und Gitarre ausdrücken kann“.
Die Band um Max Herre
Unterstützt wurde Max auf dem Weg zum neuen Album von einigen langjährigen Weggefährten, wie Frank Kuruc, Sékou Neblett und nicht zuletzt seinem Label-Kollegen Clueso. Im März wurde „Ein Geschenkter Tag“ dann in nur einer knappen Woche eingespielt, komplett live mit Max’ neuer Band, einem Quartett aus Pianist Roberto Di Gioia, Frank Kuruc an der Gitarre, dem Bassisten Christian Diener und Schlagzeuger Earl Harvin, der „besten Band, die ich mir für diese Songs wünschen konnte“.Produziert hat Max Herre das Album gemeinsam mit Nesola-Künstler und Studio-Partner Samon Kawamura.
Sein Album "Ein geschenkter Tag"
"Ein Geschenkter Tag" ist nicht nur gelebte Geschichte, sondern vor allem ein unprätentiöses Zusammenspiel von Klängen und Worten – eine außergewöhnliche Harmonie von Gefühl und Ausdruck. Gleich zu Anfang eröffnet der „Blick Nach Vorn“ eine positive Perspektive. Es macht Hoffnung, wenn Max Herre von Sehnsucht und Zielen singt und dabei von seiner höchst musikalisch aufspielenden Band kongenial unterstützt wird.
Im satirisch-politischen Titelsong ist nicht nur in der Musik, sondern vor allem auch im Text eine enorme Aufbruchstimmung zu spüren. Der Protagonist der Geschichte ist „ein Tagedieb“ und nicht der Typ, der vorneweg läuft, damit man ihm folgt. “Es ist eine humoristische, tragikkomische Story über Einen, der nicht so richtig reinpasst, Einer, der gegen Konventionen verstößt“. Und alle Anderen genau damit mitreißt und zum Mitmachen ansteckt. Musikalisch wirkt dieses Lied, wie im Übrigen das gesamte Album, mehr wie eine perfekte Live-Aufnahme, als eine modern ausproduzierte Studioaufnahme. Nicht zuletzt dadurch transportiert sich die Poesie und Seele von Max Herre in den Liedern so unmittelbar.
Soviel ist sicher: „Ein Geschenkter Tag“ ist nicht jene Art öffentliche Verarbeitung einer gescheiterten Beziehung, die vielleicht manch einer erwartet hätte. Das soll nicht heißen, dass dieses Thema tabu ist. Ganz im Gegenteil: Es wird lyrisch be- und verarbeitet; dabei jedoch nicht zu offensichtlich und eher durch poetische Bilder.So zum Beispiel in „Scherben“, einem Ohrwurm mit einem der emotionalsten Momente dieses sehr emotionalen Albums: „Ich lass dich los und du lässt mich auch, vielleicht verstehen wir’s irgendwann“. In den dunkelsten Momenten hingegen, legt sich; „Staub...auf alles drauf, meine Seele meine Haut / macht mich stumm, macht mich taub / und all das, woran ich glaub’, wird zu Staub“. Aber dann, wenn die Nacht am tiefsten ist, naht der neue Morgen: „Du kommst raus, der Tag ist hell, blickst nach vorn, versuchst ihn scharf zu stellen“, singt Max Herre.
Das ganze Album wirkt wie „Ein Geschenkter Tag“, der im Titelsong ungeplant im September aus dem Kalender fällt – unverhofft und voller Hoffnung und dabei völlig selbstverständlich. Die Grundstimmung dieser großartigen Liedersammlung bringt Max in „Blick Nach Vorn“ noch einmal auf den Punkt: „Du siehst, mit jedem Stückweit, das Du kommst, verschiebt sich auch Dein Horizont“. Mit Worten kaum schöner auszudrücken, aber mit Texten und Musik schon. Hier, bitte: „Ein Geschenkter Tag“.
Blassportgruppe Südwest
Was sich bei einem Konzert der Blassportgruppe Südwest abspielt klingt so, als ob ein Bus gefüllt mit Jazz in ein Auto mit Punk und eines mit Blasmusik kracht: ein Auffahrunfall mit ungewohnt fröhlichen Folgen.

Viva la Blasmusic! Mit einer zärtlichen Kampfansage an die volkstümliche Blasmusik beschreitet die zehnköpfige Mannschaft aus Mannheim nun seit fünf Jahren einen ganz eigenen musikalischen Weg. Die Blassportgruppe ist dabei von Dixieland oder Marschmusik soweit entfernt wie Melbourne von Buxtehude und bringt Johannes Brahms und John Coltrane näher zusammen, als man es für möglich gehalten hätte.
Seriosität trifft auf Satire; brachialer Bläser-Sound auf romantischen Gänsehautflair, Hildegard Knef auf Amy Winehouse, virtuose Improvisationen auf Walzer-Chanson-Verhackstück-Zärteleien in deutscher und englischer Sprache. Das alles wird verpackt in ausgetüftelten Arrangements, einer schrägen Bühnenshow und virtuos dargeboten von zehn Persönlichkeiten, die neben ihren musikalischen Qualitäten auch den Schalk im Nacken haben.
“Die Blassportgruppe ist einzigartig und wenig konventionell – so etwas erlebt der Zuschauer nur sehr selten. Was hier passiert, ist hohe Kunst abseits der spröden Medienlandschaft.“ Dies belegen nicht nur durchweg positive Pressekritiken oder ausverkaufte Konzertsäale, sondern auch der Kulturpreis „Freiburger Leiter 2010“, mit dem die Blassportgruppe erst kürzlich im Rahmen der Internationalen Kulturbörse Freiburg ausgezeichnet wurde. Wer das glänzende Blech auf der Bühne versammelt sieht, denkt ehrfürchtig, “das ist wirklich Heavy Metal". Und wer nur ahnt, wie schwer es ist, Schweres leicht klingen zu lassen, höre sich zu weiterer Bestätigung “So lange man Träume noch leben kann" - von der “Münchner Freiheit" – in der Version der Blassportgruppe an. Oder eine der eigenen Kompositionen aus dem aktuellen Konzertprogramm.
Kritiker schreiben: "Eine solch schräge Musik-Clownerei auf so hohem musikalischem Niveau hat man schon lange nicht mehr gehört. Wer sich, was Bläser angeht, mit weniger zufrieden gibt als dem, was die Blassportgruppe zu bieten hat, ist selbst schuld."
Aktuelle Besetzung 2010:
- Tobias Christl – Gesang, Megaphon, Komposition
- Christoph Moschberger – Leadtrompete
- Alex Hartmann – Trompete
- Felix Fromm – Posaune, Arrangement, Komposition
- Francine Goltz – Posaune
- Axel Müller – Tenorsaxophon
- Sven Pudil – Barisaxophon
- Philipp Zdebel – Snaredrum, Percussions
- Hering Cerin – Bassdrum
- Jochen Welsch - Sousaphon
Südlich von Stuttgart
Zu Südlich von Stuttgart muss man hier in der Region eigentlich nicht mehr viel sagen. In
diesem Jahr wird das Ensemble um Gitarrist Ralf Gugel und Schlagzeuger Christian Baumgärtner von der Stimme von Annette Kienzle unterstützt.
Annette Kienzle – Gesang

Studierte Jazz- und Popgesang, sowie Klavier an der Musikhochschule Mannheim/Heidelberg.
Sängerin und Darstellerin in verschiedenen Musicals und Revueshows wie "Blutsbrüder", "Cabaret" (Capitol, Mannheim), "Illusion" (Variete Stuttgart). Sie spielt die Hauptrolle bei "Souvenirs Souvenirs" (Kulturnetz Mannheim-Ludwigshafen) und ist Sängerin bei bekannten Popgruppen, "die 3. Generation", "Samir" und "Charlemaine".
Martin Schrack – Piano
Pianist, Komponist, Arrangeur, Bandleader, Professor für Jazzpiano a. d. Musikhochschule Nürnberg.Spielt und spielte u. a. bei C. Antolini's Jazz Power, B. Burgess Big Band Explosion, B. Mintzer, B. Bailey, J. Gallardo, F. George, S. Oldfield, D. Menza, C. Israels, B. Shew, P. York, P. Rivera, S. Patton, M. Schneider, S. Jordan u. v. a.TV- und Rundfunkproduktionen, CD-Aufnahme mit SWR Big Band und B. Mintzer. Seit 1975 mit versch. Bes. Aufnahmen bei SDR, SWF, BR, Radio Bremen, HR, ORF, DRS und Deutschlandfunk.TV-Auftritte beim ZDF JAZZ CLUB, 3sat mit Charly Antolini's International Jazz Power. Auftritte des Martin Schrack Trios als Vertreter der BRD bei den "Europäischen Jazztagen in Izmir 1998", bei den "Deutschen Kulturtagen in der Ukraine 2003" sowie in Istanbul, Zagreb, Sarajewo und Bratislava.
www.jazz-network.com/schrack und www.schrack.de
Horst Götz – Bass
Erfahrener Studiobassist- Ausbildung in den USA (Dick Grove + Paul Jackson L.A., Barry Johnson+Lincoln Goines Basscollective NYC). 1. Preisträger beim 5. Festival der Deutschen Phonoakademie (Jazz) mit RE-Mitwirkung bei zahlreichen Musicals und Theaterproduktionen.Diverse TV- und Rundfunkproduktionen u. a. bei und mit Wieland Backes, Dieter Hildebrandt, Jürgen von der Lippe, H.J. Kulenkampf, Wolfgang Niedecken, Sally Oldfield... Verschiedene internationale Jazzfestivals in der BRD, Schweiz, Spanien, Italien, Frankreich. Konzerte und Studioproduktionen u. a. mit Uta Kutter , Sylvia Geszty, Stuttgarter Philharmoniker, WDR Orchester, RE, Joe Gallardo, Ed Thigpen, Bernd Konrad, Abdul Waahid, Wolfgang Dauner.Tourneen, Auftritte und TV-Shows mit Peter Kraus, Brunner & Brunner, Bill Ramsey, Al Martino, Karel Gott, Mireille Mathieu, Declan, Geschwister Hofmann, Heino, Rainhard Fendrich, Pierre Brice, Klaus Aagenleter Band. Zahlreiche Fernsehshows in ARD, ZDF, MDR, ORF, SWR. Studioproduktionen für den SWR. Hörspielvertonung für WDR/HR. German Music Master mit der LES BROWN COUNTRY BAND. Musicalproduktion Mephistomania in Graz.Zusammenarbeit mit den Produzenten Mats Björklund (Spotnicks) und Tato Gomez (R. Fendrich).
Ralf Gugel – Gitarre
Tourneen, Auftritte und TV-Shows mit Peter Kraus, Brunner & Brunner, Bill Ramsey, Al Martino, Karel Gott, Mireille Mathieu, Declan, Geschwister Hofmann, Heino, Rainhard Fendrich, Pierre Brice, Klaus Wagenleiter Band.
Zahlreiche Fernsehshows in ARD, ZDF, mdr, ORF, SWR. Studioproduktionen für den SWR. Hörspielvertonung für wdr/hr. German Music Master mit der Les Brown Country Band, Musicalproduktion Mephistomania in Graz.Zusammenarbeit mit den Produzenten Mats Björklund (Spotnicks) und Tato Gomez (R. Fendrich).
Christian Baumgärtner – Drums

Studium an der Indiana University in Bloomington, USA.Konzerte, Musicals, Theater- und Plattenproduktionen am Staatstheater Stuttgart, am LTT Tübingen, mit der württembergischen Philharmonie Reutlingen und dem Theater Heilbronn.Konzerte, Rundfunk- und Fernsehproduktionen mit dem Rundfunkorchester des SWF in Kaiserslautern Rundfunksendungen für SDR, SWF und SWR.Komponist, Arrangeur, Produzent und Musiker u. a. für Grundig, TWS Stuttgart, EVS, Delial. Tourneen, Konzerte, TV-Auftritte und cd-Produktionen mit Brunner & Brunner, Bill Ramsey, u. a.
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